Informationen für Investoren

Wie Sie langfristig von Crowdfunding profitieren


Im Folgenden stellen wir Ihnen die Regelungen des Rhein-Main-Crowdfunding-Standardvertrages anhand von Beispielrechnungen kurz dar, damit Sie sich einen Eindruck davon machen können, auf welche unterschiedlichen Arten und Weisen Sie von Ihrem Investment in ein junges Unternehmen bei Rhein-Main-Crowdfunding auf lange Sicht profitieren können.
Zunächst möchten wir Ihnen jedoch gerne anhand eines Beispiels vorführen, wie sich der prozentuale Wert eines Anteils berechnet, der als Basis für die Folgeberechnungen dient:
Wir gehen vereinfacht davon aus, dass das Start-Up eine sog. „pre-money“-Unternehmensbewertung von 800.000 € erhalten hat und über Rhein-Main-Crowdfunding 200.000 € (zu je 250 € pro Anteil) gesamte Finanzierungssumme in Form von partiarischen Nachrangdarlehen von Investoren zur Verfügung gestellt bekommen hat. Das führt zu einer sog. „post-money“-Unternehmensbewertung von 1.000.000 €.
Auf einen Blick:

  • pre-money“-Unternehmenswert: 800.000 €
  • Finanzierungssumme: 200.000 €
  • post-money“-Unternehmenswert: 1.000.000 €
  • Wert eines Anteils: 250 €

Anhand dieser Zahlen berechnet sich der prozentuale Wert eines Anteils wie folgt:

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Anders ausgedrückt, erhalten Sie je investierten 250 € einen Anteil von 0,025% am ausschüttungsfähigen Gewinn des Start-Ups!
Für die folgenden Berechnungen gehen wir weiterhin davon aus, dass Sie als einzelner Investor 4 Anteile erworben, also 1.000 € investiert haben und das Start-Up in einem Geschäftsjahr einen ausschüttungsfähigen Gewinn von 100.000 € erwirtschaftet hat.
Ihre Renditepotenziale gestalten sich also wie folgt:

  • Ertragsunabhängiger Basiszins

Dieser endfällige Zins i.H.v. 1% Ihres Investments wird Ihnen unabhängig davon, ob das Unternehmen im Geschäftsjahr Gewinn gemacht hat, gewährt.
Endfälligkeit bedeutet, dass der Zinsbetrag nach dem Ende des Investmentvertrags zusammen mit der Rückzahlung des Darlehensbetrags ausgezahlt wird. Ein Zinseszins ist jedoch nicht vorgesehen.

Bei einem Investment von 1.000 € würden Sie also pro Jahr einen Ertragsunabhängigen Basiszins i.H.v. 10 € erhalten.

  • Gewinnabhängiger Jahresbonus

Dieser Bonus berechnet sich anhand des ausschüttungsfähigen Gewinns und Ihrer prozentualen Gewinnbeteiligung.

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In unserem Beispiel sähe Ihr Jahresbonus also wie folgt aus:

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Für ein Investment von 1.000 € erhalten Sie bei einem ausschüttungsfähigen Gewinn von 1.000.000 € einen Jahresbonus von 100 €, der Ihnen spätestens einen Monat nach der Feststellung des Jahresabschlusses überwiesen wird.

  • Bonus nach Kündigung

Wird der Vertrag entweder durch Sie als Investor oder von Seiten des Unternehmens wirksam gekündigt, erhalten Sie einen einmaligen Kündigungsbonus ausgezahlt.
Ihr Bonus berechnet sich dabei aus dem höheren Wert zwischen:

  • dem Fünffachen (5-fachen) des ausschüttungsfähigen Jahresgewinns des letzten abgeschlossenen Geschäftsjahres oder
  • dem Eineinviertelfachen (1,25-fachen) der in der Gewinn- und Verlustrechnung des letzten abgeschlossenen Geschäftsjahres ausgewiesenen Umsatzerlöse.

Von diesem Wert wird nun Ihr Darlehensbetrag (also Ihr persönliches Investment) abgezogen und das Ergebnis mit Ihrem Finanzierungsanteil multipliziert.
Wir vergleichen nun Gewinn und Umsatz jeweils unter Berücksichtigung des Multiplikators:

  • Gewinn: 100.000 € x 5 = 500.000 €
  • Umsatz: 1.000.000 € x 1,25 = 1.250.000 €

Da der Umsatz der höhere Wert ist, nehmen wir diesen als Grundlage der Berechnung des Bonuszinses:

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Ihr Kündigungsbonus, den Sie zusätzlich zur Rückzahlung Ihres Darlehensbetrages erhalten, würde im vorliegenden Fall also 1.249 € betragen, was einer Rendite von ca. 125% entspricht.
Die Rückzahlung des Darlehensbetrages sowie die Auszahlung des Bonus erfolgt in 3 Halbjahresraten, von denen die erste 3 Monate nach dem Wirksamwerden der Kündigung zur Zahlung fällig wird – die folgenden dann jeweils 6 Monate später. Noch nicht fällige Zahlungen werden mit 6% p.a. verzinst (ohne Zinseszins).

  • Beteiligung am Exit-Erlös

Im Falle eines Exit-Ereignisses, sprich wenn mehr als 50% der Geschäftsanteile und / oder Stimmrechte der Gründer veräußert werden, sind Sie als Investor ebenfalls beteiligt!
Tritt dies ein, sind Sie in Höhe Ihres persönlichen Finanzierungsanteils am Exit-Erlös beteiligt und der Darlehensvertrag ist beendet.
Wenn beispielsweise nach ein paar sehr erfolgreichen Jahren ein strategischer Investor während der Laufzeit Ihres Darlehensvertrags, in welchem Sie 4 Anteile zu je 250 € erworben haben, den Gründern 100% der Geschäftsanteile für 10.000.000 € abkauft, erhalten Sie eine Beteiligung an diesem Exit-Erlös i.H.v.

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Ihr Anteil am Exit-Erlös i.H.v. 10.000 € bedeutet eine Rendite von 9.000 € / 1.000 € = 900%.
Dieser Betrag wird Ihnen spätestens 2 Monate nach der Bezahlung des Veräußerungspreises an die Gründer auf Ihr Bankkonto überwiesen.

Sollten diese Renditepotenziale Sie vom Konzept des Crowdfunding überzeugt haben, werfen Sie einen Blick auf die Auswahl der Start-Ups bei Rhein-Main-Crowdfunding!

Bitte beachten Sie:
Die vorgenannten Ausführungen beziehen sich auf die Darlehensbedingungen zum Stand des 1. Oktober 2014. Zwar sind unsere Verträge weitestgehend standardisiert, jedoch sollten Sie trotzdem vor jedem Investment den jeweiligen Darlehensvertrag genau durchlesen, da dessen Regelungen grundsätzlich bindend sind!
Unbedingt gelesen haben sollten Sie außerdem unsere Risikohinweise.

Rhein-Main-Crowdfunding ist eine Initiative des Forum Kiedrich

Als partnerschaftlich organisiertes Netzwerk ist das Forum Kiedrich eine ideale Plattform für Begegnung und Austausch von Know-how zum Unternehmensstart.